SCHREIB-/ LESEPROBLEME

Ihr Kind übt und übt, aber Erfolge bleiben aus? Das ist keine Ausnahme-Erscheinung. Entscheidend ist, welches die Ursache für die ständig auftretenden Fehler ist.

Wir können und müssen unterscheiden zwischen einer LRS (Lese- /Rechtschreibschwäche) und einer Legasthenie. Und das ist ein großer Unterschied!

Genaueres dazu erfahren Sie im Text.

ZITATE

Legasthenie ist keine Störung oder Schwäche, schon gar keine Krankheit ... Legasthenie ist ein wesentlich komplexeres, kompliziertes Phänomen. (Astrid Kopp-Duller)

Legasthenie

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Was haben Winston Churchill, Albert Einstein, John F. Kennedy, Cher und Harrison Ford gemeinsam? -
A. Einstein
Genau, sie hatten mehr oder weniger Probleme mit dem Schreiben und/oder Lesen bzw. waren oder sind teils auch von einer Legasthenie betroffen!

Legasthene Menschen nehmen in manchen Sinnesbereichen anders wahr und verarbeiten die Informationen auch anders, was vor allem beim Erlernen der Grundlagen des Schreibens und Lesens zu Schwierigkeiten führen kann. Intelligenzleistungen und Kreativität bleiben davon völlig unberührt. Mit etwas mehr Mühe und natürlich auch möglichst früher Hilfestellung können solche Menschen aber ebenso die Kulturtechniken erlernen und - wie man sieht - sogar berühmte Persönlichkeiten werden!

Auszug aus den Richtlinien der European Dyslexia Association (EDA), die 1987 als eine freiwillige, international-koordinierende Organisation aus Legastheniker-Vereinigungen geschaffen wurde:
Legasthenie ist ein lebenslanger Zustand, aus welchem frühe Erkennung und Intervention eine kleinere Bürde machen können.


Was ist nun typisch bei einer LRS oder bei einer Legasthenie?
Buchstabensymbole
Beim Schreiben und Lesen werden Buchstaben verwechselt, verdreht oder ausgelassen, manchmal auch Silben oder ganze Wörter übergangen. Die Orientierung auf einem Blatt macht Schwierigkeiten, das Arbeitstempo ist häufig sehr langsam, und nicht selten ist das Schriftbild nur schwer zu lesen. In manchen Fällen sprechen Legastheniker(innen) auch eher undeutlich.

Während eine LRS für gewöhnlich durch psychische Faktoren (z. B. Stress) erworben wurde und meist durch bloßes Üben an den Fehlern (Nachhilfe) in den Griff zu bekommen ist, wird eine "echte" Legasthenie vererbt - zumindest dürfte laut derzeitigem Stand der Gehirnforschung eine genetische Anlage stark dafür verantwortlich sein. In diesem Fall zeigen sich häufige Unaufmerksamkeit beim Umgang mit Symbolen und Wahrnehmungsabweichungen in den Teilleistungsbereichen. Dadurch kommt es zu Fehlern.

Die differenzierte Wahrnehmung bzw. Verarbeitung kann in verschiedenen Bereichen stattfinden (z. B. im visuellen, im akustischen Bereich, in der Raumorientierung usw.), nicht selten treten kombinierte Schwierigkeiten auf. Es hat also jeder Legasthene seine individuelle Legasthenie!
Daher kann auch nur ein speziell abgestimmtes, individuelles Training Erfolge bringen.


Einige Anzeichen einer möglichen Legasthenie sind:

im VORSCHULALTER:

im SCHULALTER:
Eine genaue Diagnose, ob auch wirklich eine Legasthenie vorliegt, bleibt selbstverständlich dem Fachkundigen überlassen.

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