35 + 12 = 11
Oder doch nicht?
Das Rechnen macht vielen zunächst Mühe.
Wenn aber seltsame Ergebnisse auftauchen und Rechenwege unklar
bleiben bzw. wenn das Rechnen
stets nur ein
Zählen bleibt, kann eine Dyskalkulie
vorliegen.
Lassen Sie das von einem Spezialisten oder einer Spezialistin abklären!
Dass
ähnlich aussehende Ziffernsymbole häufig verwechselt
werden, deutet auf eine mögliche Legasthenie hin.
Doch das bedeutet nicht, dass auch eine Dyskalkulie (=
Rechenschwäche bzw. Teilleistungsschwäche in
Mathematik) vorliegen muss.
Die Probleme im Symbolbereich können durch ein ganz "normales"
Legasthenietraining
bearbeitet werden.
Treten aber
zusätzlich Schwierigkeiten auf mit dem Erfassen von Mengen und
Größen, mit der Überschreitung
der 10er-
und 100er-Schwelle sowie mit der Orientierung im Zahlenraum
allgemein, sind das deutliche Anzeichen für eine
mögliche Dyskalkulie.
Der betroffene Mensch benötigt in der Regel
ungewöhnlich lange selbst für einfache
Rechenschritte, kann auch Zwischenergebnisse beim Kopfrechnen meist
nicht speichern. Das 1x1
zu lernen macht ihm große Probleme,
ebenso die Rechenregeln. Bei Textaufgaben
ist es ihm kaum
möglich, den richtigen Rechenansatz zu finden. Und die
Bedeutung der Rechensymbole (+
- · : = ~ usw.) ist bei ihm nicht sicher
verankert.
Beim Zählen
werden oft Ziffern ausgelassen, das
Rückwärtszählen
gelingt in der Regel nur
schlecht oder gar nicht.
Hier kann ein spezielles Training helfen, die Schwierigkeiten in den
Griff zu bekommen. Eine genaue Diagnose, ob auch wirklich eine
Dyskalkulie vorliegt, bleibt selbstverständlich dem
Fachkundigen
überlassen.
©2012 by Manfred P. Bauer (Diplom. Legasthenie- und Dyskalkulietrainer des EÖDL)